Psychodelika als Heilungschance & Investitionsmöglichkeit – Eine Erstanalyse

Das einstige Tabu-Thema der mentalen Gesundheit rückt in letzter Zeit verstärkt durch die Corona-Krise, berühmte Persönlichkeiten und Medieninteresse in die Öffentlichkeit. Der Handlungsbedarf ist riesig.

Weltweit leben nach Schätzung der WHO etwa 300 Millionen Menschen mit Depressionen und andere mentale Krankheiten, wie Angststörungen, PTSD oder Abhängigkeiten von Drogen und Alkohol. Die mentale Epidemie wächst in unserer modernen Gesellschaft unaufhaltsam immer weiter.

In Deutschland wird davon ausgegangen, dass circa 50% aller Erwachsenen in ihren Leben einmal eine mentale Gesundheitskrise erleben werden. Zurzeit sind es geschätzt alleine fünf Millionen Menschen, die in Deutschland an Depressionen leiden.

Andere Studien gehen sogar davon aus, dass mehr als jeder vierte Erwachsene, also fast 18 Millionen Deutsche, von psychischen Erkrankungen betroffen sind.

Weitere Studien aus den USA zeigen, dass auf Grund der Corona-Krise fast 42% aller Amerikaner Symptome von Depressionen und Angststörungen entwickelt haben.

Meine persönliche Sicht: Wenn ich reflektierend an das Einkaufsverhalten der Deutschen, die Umgewöhnung der „einzuhaltenden Distanz“ zu anderen Menschen oder den zahlreichen weiteren lebensverändernden Maßen der Regierung denke, fällt es mir leicht diese Zahlen nachzuvollziehen.

Das bestehende Mittel der Wahl: Antidepressiva & ihre geringe Wirkung

Natürlich sind Antidepressiva nicht das erste Mittel der Wahl, wenn es um psychische Erkrankungen geht. Psychotherapeuten und Ärzte bieten verschiedene Anlaufstellen, aber die Antidepressiva sind das einzige “Medikament”, welches zur “Lösung“ der globalen mentalen Gesundheitskrise zurzeit eingesetzt wird.

Pharmakonzerne fokussieren sich auf den Verkauf ihrer Antidepressiva und haben die Entwicklung neuer Medikamente auf Grund von komplexen, teuren EU-Richtlinien weitgehend gestoppt.

Dem Großteil der Patienten kann mit den bestehenden Behandlungsmethoden allerdings nicht geholfen werden, da die entwickelten Antidepressiva oftmals nicht wirken. Die bestehende Lösung „Antidepressiva“ wirkt weitaus schlechter als viele Patienten und Therapeuten annehmen.

In Studien können Antidepressiva eine Reduktion oder Auflösung der Symptome zeigen, aber circa 30%- 50% der Patienten sprechen schlecht und mit vielen Nebenwirkungen auf die Medikamente an.

Darüber hinaus wird bei 10% – 30% der Patienten eine “Behandlungsresistenz” diagnostiziert.

Zusammengefasst liegt die wissenschaftliche, positive Wirkung von Antidepressiva daher nur minimal über dem Placeboeffekt.

Psychodelika als Chance zur Lösung der mentalen Gesundheitskrise

Die technologische Entwicklung im Bereich der Psychopharmakologie hat in den letzten 2 Jahrzehnten keine neuen Produkte, Medikamente oder Lösungsansätze hervorgebracht.

Das enorme Problem und wirtschaftliche Potenzial haben allerdings Startups und technologische Unternehmen auf den Markt aufmerksam gemacht. Viele Gründer in der Psychdelika-Szene haben ihre eigene persönliche Geschichte mit psychischen Krankheiten bei sich selbst oder ihren Familienmitgliedern zum Anlass genommen zu handeln.

Der neue Lösungsansatz funktioniert anders als die Therapie mit Antidepressiva und Hauptbestandteil bilden Psychodelika.

Woher kommen Psychodelika?

Die erste Herstellung von MDMA (inklusive Patent von Merck) lässt sich auf das Jahr 1912 datieren und der Chemiker Albert Hofmann stellte am 16. November 1938 erstmals im Rahmen seiner Forschung zum Mutterkorn Lysergsäurediethylamid (LSD) her.

Andere Psychodelika wie Psilocybin oder DMT haben noch viel tiefere geschichtliche Wurzeln. Diese Psychodelika wurden bereits in verschiedensten Religionen und Zivilisationen verwendet und Moslems, Christen und Juden sollen diese in spirituellen Zeremonien bereits genutzt haben.

In den 60er und 70er Jahren sind Psychodelika dann berühmt geworden und wurden hauptsächlich als Partydrogen bekannt. Heute finden sich immer noch auf elektronischen Festivals oder alternativen Partys und sind illegal.

Doch schon in den 60er und 70er wurde an der medizinischen Wirkung der Substanzen geforscht, bis die amerikanische Regierung eine Schmierkampagne gehen die „Hippies“ startete, und mit dieser auch die Forschungswelt die medizinische Forschung an den Substanzen aufgeben musste.

Was sind die 5 wichtigsten Psychodelika zur Behandlung von mentalen Krankheiten?

Seit kurzer Zeit erlebt die Forschung rund um das Thema Psychodelika eine Renaissance. Hintergrund sind die liberalere Bevölkerungseinstellung, die Legalisierung von Cannabis und die große Dimension der mentalen Gesundheitskrise.

Bisher sind hierbei 5 wesentliche Psychodelika erkannt worden, welche eine starke Verbesserung der mentalen Gesundheit nach Einnahme und in Kombination mit der Behandlung eines geschulten Psychotherapeuten versprechen.

#1 MDMA:

„MDMA steht für die chirale chemische Verbindung 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin. Es gehört strukturell zur Gruppe der Methylendioxyamphetamine und ist insbesondere als weltweit verbreitete Partydroge bekannt.“ – Quelle Wikipedia

#2 LSD:

“ LSD ist eine halbsynthetische Droge, da die Lysergsäure ein natürlicher Wirkstoff des Mutterkorns ist, einem Pilz, der in Getreideähren schmarotzt.“ – Quelle Wikipedia

#3 Psilocybin:

„Psilocybin ist ein Indolalkaloid aus der Gruppe der Tryptamine. Der Konsum von Psilocybin erfolgt in der Regel in Form von psilocybinhaltigen Pilzen und bewirkt einen psychedelischen Rausch mit visuellen Halluzinationen. Dieser Zustand ähnelt dabei einem LSD-Rausch, ist in der Regel jedoch kürzer.“ – Quelle Wikipedia

#4 DMT:

„DMT ist die Abkürzung für Dimethyltryptamin. Die chemische Struktur von DMT hat eine große Ähnlichkeit mit dem NeurotransmitterSerotonin sowie mit Psilocybin, dem halluzinogenen Wirkstoff von „Magischen Pilzen“.“ – Quelle Wikipedia

#5 Ketamin:

„Ketamin ist ein in Human- und Tiermedizin eingesetztes dissoziatives Anästhetikum. Seine Wirkung beruht wesentlich auf der nichtkompetitiven Hemmung von NMDA-Rezeptoren.“  – Quelle Wikipedia

Ebenfalls wird an weiteren Psychodelika wie Ibogain und Mescalin geforscht.

Welche mentalen Krankheiten sollen mit Psychodelika behandelt werden?

Die 5 verschiedenen Psychodelika sollen in Kombination mit einer Behandlung durch einen Psychotherapeuten bei verschiedenen mentalen Krankheiten helfen.

Die Fokussierung liegt dabei auf:

  • Depressionen,
  • Angststörungen,
  • PTSD und
  • Suchtkrankheiten.

Wie wirken Psychodelika auf mentale Erkrankungen?

Serotonin ist das Ziel von Psychopharmaka. Es werden Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs/Antidepressiva) verschrieben mit dem Ziel die Plastizität im Gehirn anzukurbeln. Unter Plastizität verseht man die Fähigkeit des Gehirns, sich umzuorganisieren und neue neuronale Verknüpfungen zu knüpfen.

Psychedelische Drogen wirken ebenfalls auf die Serotoninrezeptoren ein und können die Plastizität in Gehirn verstärken. In den verschiedenen Studien wird daher mittels MRT-Scans das Verhalten und die Struktur des Gehirns untersucht.

Wie wird die Behandlung mit Psychodelika in der Praxis (zurzeit Forschung) umgesetzt?

In allen Studien wurde die Behandlungsnotwendigkeit von Psychodelika mit Psychotherapeuten betont. Wenn keine Sitzungen mit geschulten psychologischen Personal stattfanden ergaben sich auch keine langanhaltenden psychologischen Effekte.

„Es benötigt ausgebildete Therapeuten, die so eine gefühlsintensive sechsstündige Psilocybin-Sitzung meistern können.“

Die  Therapeuten begleiten die Patienten durchgehend während der Einnahme und Wirkung des Psychedelikums. Die meisten Wirkungen halten 4-8 Stunden an, weswegen sehr lange Sitzungen notwendig sind.

Eines der neuen Psychodelika-Unternehmen, COMPASS, hat extra ein fünfstufiges Schulungsprogramm für die Fachleute entwickelt, damit diese im Rahmen der Studien die Patienten adäquat begleiten.

In fast allen Studien wurde deswegen auf mehrere Sitzungen zur Vor- und Nachbereitung der Erfahrungen wertgelegt.

Durchschnittliche Begleitung: Die meisten Studien haben ein Zeithorizont von 4-8 Wochen mit 4 – 20 Sitzungen mit Psychotherapeuten sowie 2 längere Session zur Gabe der Medikamente.

Die spannenden Forschungsresultate: Stand Anfang 2022

Wie bereits beschrieben, fokussieren sich die Studien auf die Bereiche Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen und PTSD.

Die Studien haben gerade in den letzten 2 Jahren extrem stark zu genommen und fokussieren sich auf die Psychodelika MDMA, LSD, DMT & Psilocybin. Ketamin ist in Deutschland und vielen anderen Ländern bereits zugelassen.

In den Studien werden zur Feststellung der Schwerwiegigkeit von mentalen Krankheiten unterschiedliche Tests von Therapeuten und Forscher verwendet. Dazu gehören der „GRID-HAMD-Score“, das „Beck Depression Inventory“, der „9-item Patient Health Questionnaire“ für Depressionen oder bei Angstsymptomen die „Hamilton Anxiety Rating Scale” oder der “State-Trait Anxiety Index”. Diese Tests werden ebenfalls genutzt, um die Effektivität von Antidepressiva zu bestimmen.

Wer forscht an den Psychodelika? Ein Studienüberblick

In Deutschland, den USA und England wird zunehmend an Psychodelika geforscht. Bekannte Institutionen in den USA sind:

  • die Johns Hopkins University,
  • die University of California und
  • die Icahn School of Medicine in New York.

In England forscht das Imperial College London und das King´s College London.

In Deutschland laufen Studien mit der Uni Mannheim und der Chartié zur Behandlung von Depressionen und anderen psychiatrischen Störungen mit Psychodelika.

Deutschland noch in den Kinderschuhen:

Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim führt mit der Charité Berlin und der MIND European Foundation for Psychedelic Science eine klinische Studie mit Psilocybin bei 144 Patienten mit behandlungsresistenter Depression durch.

Die Ergebnisse werden Anfang 2023 erwartet.

Die amerikanischen und englischen Studien sind weiter:

 In amerikanischen und englischen Studien wurden die positiven Auswirkungen von Psychodelika bereits belegt. Einige nennenswerte Studien sind:

  1. MDMA-assisted therapy for severe PTSD: a randomized, double-blind, placebo-controlled phase 3 study 👉 https://www.nature.com/articles/s41591-021-01336-3
  2. Psilocybin with psychological support for treatment-resistant depression: six-month follow-up. 👉 https://doi.org/10.1007/s00213-017-4771-x
  3. Effects of Psilocybin-Assisted Therapy on Major Depressive 👉 https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/fullarticle/2772630

Die positiven Effekte von Psychodelika in der Behandlung von mentalen Krankheiten:

LSD und Ketamin sind die weniger gehypten Psychodelika im Vergleich mit MDMA, DMT und Psilocybin. Dennoch sollten alle Psychodelika betrachtet werden, da sie unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten bei unterschiedlichen mentalen Krankheiten bieten. Außerdem hat jeder Patient unterschiedliche Bedürfnisse auf welche mit verschiedenen Psychodelika reagiert werden kann.

Ketamin:

Ketamin ist bisher eines der am besten erforschtesten Medikamente. Viele Studien bescheinigen eine starke antidepressive Wirkung bei der Gabe des Medikaments.

Allerdings wurde ebenfalls festgestellt, dass die Dauer der Reduktion nur einige Tage bis 2 Wochen anhält.

Des weiteren kann Ketamin zur Abhängigkeit führen und beinhaltet einige physiologische Risiken. Johnson & Johnson hat bereits das Mittel Spravato entwickelt, welches stärkere Formen von Depressionen behandeln soll.

Dennoch scheint Ketamin im Vergleich mit anderen Psychodelika für weniger vielversprechend.

LSD:

LSD hat eine sehr langanhaltende Wirkung von über 8 Stunden und kann bis zu 20 Stunden anhalten, welches die Behandlung und Betreuung von Patienten mit Therapeuten und Psychologen sehr aufwändig und anstrengend macht.

Psilocybin und MDMA lassen die Patienten wesentlich schneller ausnüchtern und machen daher die Verwendung unter psychologischer Betreuung wesentlich einfacher. Dennoch wird an der heilenden Wirkung von LSD weiter geforscht.

MDMA:

MDMA soll bei PTSD (posttraumatischer Belastungsstörung) vielversprechend und wirkungsvoll sein. Verschiedenste Studien belegen dies bereits und MDMA ist weit fortgeschritten im Verfahren zur Zulassung in den USA.

MDMA befindet sich bereits in einer Phase-III-Studie zu Wirksamkeit und Sicherheit zur Therapie von Patienten mit PTBS. Die Ergebnisse der Studien sind sehr vielversprechend, da zwei Monate nach der Behandlung bei 88% der Teilnehmer eine Verbesserung der Symptome erzielten und 67 Prozent der Studienteilnehmer aus der MDMA-Gruppe nicht mehr die Diagnosekriterien für eine posttraumatische Belastungsstörung aufzeigten.

Psilocybin:

Psilocybin ist nach MDMA für mich das zweitspannendste Psychodelika. Das Unternehmen COMPASS Pathways führt eine Phase-IIb-Studie durch und hat Ende 2021 die ersten Ergebnisse der Studie vorgelegt.

In der Studie haben über 200 Patienten teilgenommen und es ist bisher die größte angelegte Studie. Psilocybin fokussiert sich eher auf die Themen Depression und Angststörungen, wogegen MDMA den Schwerpunkt mit PTSD hat.

In der großen Psilocybin-Studie wurden Krebspatienten mit Psilocybin behandelt und bei 80% der Patienten konnte eine Verbesserung der Depression festgestellt werden.

“Psilocybin produces substantial and sustained decreases in depression and anxiety in patients with life-threatening cancer”

Außerdem verschwanden bei fast der Hälfte der Patienten die Symptome für drei bis sechs Monate.

Es wird angekommen, dass Psilocybin wie ein „Reset-Button“ für unser Gehirn funktioniert.

Der Start der Phase III der Studie ist für Q3 2022 geplant.

Die Risiken von Psychodelika in der Behandlung von mentalen Krankheiten:

Psychodelika sind auch mit Risiken verbunden. Wichtig ist zu wissen, dass diese allerdings keine toxische Wirkung auf unseren Körper haben. Alkohol, Tabak und andere moderne Drogen haben einen wesentlich höheren „Toxivity-Index“. Dennoch können Psychodelika mit unser Psyche spielen und es können verschiedene Nebenwirkungen auftreten.

  • In extrem seltenen Fällen können Halluzinogene wie Psilocybin und LSD eine dauerhafte psychotische Reaktion hervorrufen z.B. Schizophrenie oder Psychosen.
  • Während der Studien traten Angst, Traurigkeit und leichte Kopfschmerzen und phsysiches Unwohlsein auf.
  • Angstattacken traten bei 26% der Patienten bei Verabreichung einer hohen Dosis auf.

Hierzu muss jedoch betont werden, dass diese Patienten mentale Krankheiten haben und das Auftreten von Angst, Traurigkeit, etc. auch in den Kontrollgruppen aufgetreten ist.

Limitationen: Alle Studien wurden bisher mit wenigen Patienten durchgeführt und auch das wissenschaftliche Erstellen eine Kontrollgruppe zur korrekten Evaluierung der Ergebnisse ist schwierig, da die Placebo-Gruppe sehr wahrscheinlich wahrnimmt, ob sie Psychodelika erhält oder nicht.

Welche Hindernisse gibt es bis zum Einsatz von Psychodelika in der Praxis?

 Auf dem Weg zur Legalisierung der Psychodelika gibt es noch einige konkrete Hindernisse.

Kosten: Die derzeitigen EU-Richtlinien verursachen sehr hohen Kosten zur Durchführung der Studien. Große Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen können dies ohne private Spender oder for-profit Organisationen nicht leisten.

Nebenwirkungen: In dem Zeitraum, in dem die Wirkung von LSD, Psilocybin und co. nachlässt, können allgemeine Erschöpfung und depressive Phasen sowie Schlafstörungen über mehrere Tagen folgen. Ursache hierfür sind die entleerten Serotoninspeicher im Gehirn. Außerdem traten verschiedene andere mentale Nebenwirkungen auf, welche genau studiert werden müssen. Dies ist besonders bei mentalanfälligen Patienten sehr schwierig.

Environment: Beim Verabreichen der Psychodelika spielen viele Faktoren einer erfolgreichen „Session“ eine große Rolle. Es müssen Orte und Möglichkeiten geschaffen werden, in denen die Patienten 6-8 Stunden von Psychotherapeuten betreut werden können. Bisher wurden in den Studien entspannende Musik, ein entspannendes Wohndesign, Schlafbrillen und weitere Dinge verwendent, damit ein positives Erlebnis unterstützt wird. Bisher ist noch unklar, wie diese Settings in der Praxis aufgebaut werden können und was passiert, wenn der Patient in einer Sitzung gestört wird?

Dosierungsniveau: In den Studien wird noch mit verschiedenen Dosierungen experimentiert. Die genaue Dosis ist in vielen Fällen noch unklar. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit zur Mirkodosierung von MDMA und co., welches in Studien noch wenig Betrachtung gefunden hat.

Gesetzliche Einbringung: Es müssen gesetzliche Rahmenbedinungen geschaffen werden. Die Produktion und die Ausgabe müssen konkrolliert werden. Der Supplychain der Drogen muss nachverfolgt werden können. Therapeuten müssen sich qualifizieren können. In den USA gibt es beireits ein Verfahren (REMS – Risk Evaluation and Mitigation Strategies), welche von Ärzten und Apothekern verlangt, eine Zertifizierung zu erwerben, wenn sie ein bestimmtes Medikament verschreiben, ausgeben oder einsetzen wollen.

 Wann erfolgt die realistische Zulassung?

„Realistischer ist die Zulassung von MDMA schon in den nächsten Jahren. Auf Grund der längeren Vorlaufzeit liegt zur MDMA-unterstützten Psychotherapie eine Vielzahl von Studien vor. Eine entsprechende Therapeutenausbildung wurde bereits vor Jahren von der FDA anerkannt. Wenn es gut läuft, könnte es schon in den nächsten Jahren zu einem Boom all dieser neuen Therapieoptionen kommen.“ – Quelle: Spektrum der Wissenschaft

„Die USA haben diese Substanzen bereits für den Freizeitgebrauch teilweise legalisiert. Dazu gehören Denver in Colorado, Oakland und Santa Cruz in Kalifornien, Ann Arbor und Washtenaw County in Michigan, Somerville, Cambridge und Northampton in Massachusetts sowie Washington D.C. und Oregon. Seattle sei die größte Stadt, die „sämtliche psychedelischen Pflanzen und Pilze für religiöse, spirituelle, heilende und persönlichkeitsentwickelnde Zwecke entkriminalisiert hat“.“ Quelle: Spektrum der Wissenschaft

Psychodelika als Investitionsmöglichkeit?

Verschiedenste Medien wie Business Insider, Forbes oder andere berichten mittlerweile über die positiven Potenziale von Psychodelika. Bekannte Frühphasen-Investoren wie Kevin O´Leary, Mike Novogratz, Christian Angermayer, Peter Thiel oder Tim Ferriss glauben ebenfalls an das Potenzial und sind in verschiedene Unternehmen investiert.

Die Forschung wird aktuell stark ausgebaut und die wissenschaftlichen Studien zeigen das Potenzial von Psychodelika mit geringen Nebenwirkungen.

Psychodelika Aktien:

Aktuelle gibt es circa 50 gelistete Unternehmen, die sich auf Psychodelika fokussieren. Allerdings sind viele Unternehmen davon Penny Stocks und nur 8 Unternehmen haben eine Marktkapitalisierung von über 100 Millionen Dollar (Stand März 2022).

  1. GH Research
  2. Atai Life Sciences
  3. Incannex Healthcare
  4. Compass Pathways
  5. MindMed
  6. Cybin Inc
  7. Numiuns Wellness
  8. Seelos Therapeutics

Einen sehr guten Überblick über alle psychedelischen Aktien findest man auf: Psychedelic Stock.

Neben den börsennotierten Unternehmen gibt es noch einige NGOs wie MAPS und die Mind Foundation. Außerdem entwickelt sich ein aktives Startup-Segment im Bereich der Psychodelika. In den USA gibt es bereits einige reine VCs, wie Synaptic oder Palosanto.vc und zahlreiche Startups entstehen u.a. Osmind, Journeyclinical oder fluencetraining.

Psychodelika ETFs:

Wer nun in Psychodelika investieren will, kann dies mit der Auswahl an Einzelaktien tun oder in Psychodelika ETFs investieren. Es gibt bereits ein paar ETFs:

  1. Horizons Psychedelic Stock Index ETF (PSYK.NE)
  2. AdvisorShares Psychedelics ETF (PSIL)
  3. Defiance Next Gen Altered Experience ETF (PSY)

Alle ETFs wurden erst Ende 2021 aufgesetzt.

Weitere Medieninformationen:  

ARD Doku: https://www.ardmediathek.de/video/die-story/das-comeback-der-hippie-droge-lsd/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTc3N2FmZmE2LWQ5OTAtNDQxYi1hZDIwLTMxMDJmNzAyZDdkYg

Netflix Doku: https://www.netflix.com/es/title/80231917

Anfrage der FDP bei der Bundesregierung zur Prüfung von Psychodelika zur Behandlung von mentalen Krankheiten: https://dserver.bundestag.de/btd/19/299/1929995.pdf

Übersicht über die aktiven Studien: https://psilocybinalpha.com/data/psychedelic-drug-development-tracker

Übersicht über alle psychodelischen Stocks: https://psilocybinalpha.com/psychedelic-stock-watchlist

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